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DIE HÄUSER DER EFFENDIS – EINE GESCHICHTE DER PALÄSTE

Im Grunde besteht das Hotel aus zwei benachbarten Gebäuden, die vormals von Effendis bewohnt wurden, und die jetzt miteinander verbunden wurden. Die Effendi-Häuser, die einst prächtige herrschaftliche Anwesen darstellten, dienten den Herrschern und Reichen unter den Ottomanen des 19. Jahrhunderts als Wohnsitz und sind zudem ein authentisches Stück der Geschichte Akkos. Die palastähnlichen Bauten wurden auf den Überresten antiker Häuser aus verschiedenen historischen Perioden errichtet und enthalten immer noch byzantinische Überbleibsel aus dem 6. Jahrhundert, Kellergewölbe der Kreuzfahrer aus dem 12. Jahrhundert und natürlich Reste aus der frühen (16. Jahrhundert) und späten (19. Jahrhundert) Zeit der türkischen Herrschaft.

 

Die Gebäude sind nach den jüngsten Bauherren des Komplexes benannt – die südliche Struktur ist das Afifi Haus, das auch als das Wizo Haus bekannt ist; der nördliche Teil ist das Hamar Haus, auch als Shukri Haus bezeichnet und nach der musikalische begabten Familie benannt, die einst hier lebte. Gemeinsam umschließen die beiden Strukturen mit ihren Mauern Geschichten, Mysterien und einen geheimnisvollen Zauber, die hier im Verlauf von mehr als 1500 Jahren zusammengetragen wurden.

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Das nördliche Gebäude, das auch als “Der Palast” bekannt ist, soll der Überlieferung nach im Jahre 1768 von Ibrahim al Tzabaj erbaut worden sein, der einer griechisch-katholischen Familie angehörte. Die Struktur wurde über den Gewölben eines Gebäudes der Kreuzfahrer errichtet, wie erst vor kurzem im Verlauf ausgedehnter archäologischer Ausgrabungen entdeckt wurde.

 

Im 18. Jahrhundert richtete Ibrahim al Tzabaj im unteren Teil des Gebäudes ein Unternehmen zur Herstellung von Seife ein. Die Firma produzierte Seife aus Olivenöl – unter den moslemischen Einwohnern dieser Zeit ein sehr populärer Artikel. Einige Überreste der Seifenfabrik gibt es bis heute am Ort zu sehen.

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Nachdem Uda Hamar 1870 das Gebäude von George und Alexander Jamal, den Nachkommen von Al Tzabaj, gekauft hatte, verwandelte er es in den „Palast", das größte Eigenheim in den wohlhabenden Kreisen Akkos.

 

Er dekorierte das Haus mit komplexen Wandgemälden, verzierten Decken, Fußböden aus Marmor und grandiosen Salons und wohnte hier mit seinen Frauen und Dienern.

 

Als sich die Herrschaft der Türken dem Ende näherte, verließen die Familien der Effendis das Haus, und was einst als ein Wahrzeichen des Luxus gegolten hatte, stand nun verlassen und verfiel.

 

Heute ist die frühere Pracht des Hauses wieder hergestellt und strahlt erneut das aufregende Aroma seiner bewegten Vergangenheit aus.